Abteilung für aesthetisch-operative Medizin

RUB - Ruhr Universität Bochum
Unsere Leistungen > Faltenbehandlung > Hyaluron-Injektionen

Die Behandlung mit Juvederm

Faltentherapie ohne Skalpell

Mit zunehmendem Alter geht vermehrt Bindegewebe verloren, es kommt zu Faltenbildung und zur Erschlaffung der Haut. Eingesunkene Narben können nach einer Verletzung z. B. nach einem Unfall oder durch Akne zurückbleiben. Diese störenden Falten und eingesunkenen Narben können entweder durch eine Operation (z. B. Ausschneidung von Narben, Hautstraffung oder Abschleifen) oder durch Einspritzung von natürlichen Substanzen, sog. Bioimplantate korrigiert werden. Diese Behandlung kann ambulant erfolgen. Als Bioimplantate dienen z. B. Collagen oder Hyaluronsäure, die im Folgenden vorgestellt werden: Collagen ist ein natürliches Eiweiß (Protein), das einen Großteil des Bindegewebes bildet.

Faltentherapie ohne Skalpell

Faltentherapie mit Kollagen

Das für die Einspritzung verwendete Collagen wird aus Rinderhaut gewonnen, bei der durch spezielle Reinigungsverfahren die für den Menschen unverträgliche Stoffe herausgewaschen werden. Das hochgereinigte lösliche Collagen bildet nach der Einspritzung ein Gerüst, das die eingesunkenen Hautbereiche auffüllt und das umgebende Gewebe stützt. Das eingespritzte Collagen verbindet sich mit dem körpereigenen Collagen und wird bereits nach kurzer Zeit vollkommen in die Haut eingebaut. Das Collagen wird dann mit einer feinen Hohlnadel in die Hautbezirke eingespritzt, die korrigiert werden sollen. Die Einspritzung ist nahezu schmerzfrei. Unmittelbar nach der Collagen-Behandlung schwillt die Haut, wie bei dem Test, leicht an, sie ist etwas gerötet und druckempfindlich. In aller Regel bilden sich die Schwellungen innerhalb von 24 Stunden zurück. Im Lippenbereich kann diese Schwellung jedoch etwas länger anhalten. Eine Collagen-Behandlung dauert ca. zehn bis zwanzig Minuten. Um jedoch ein vollständiges Korrekturergebnis zu erzielen, ist es meist notwendig, im Abstand von ein bis zwei Wochen noch eine, gelegentlich auch mehrere Auffüllbehandlungen, durchzuführen. Das Collagen wird im Allgemeinen gut vertragen. Wenn nach einer vorherigen Testeinspritzung keine allergischen Reaktionen aufgetreten sind, ist die Wahrscheinlichkeit, daß es nach wiederholter Einspritzung zu solchen Reaktionen kommen könnte, äußerst gering. Sehr selten, gelegentlich erst Wochen bis Monate nach der Einspritzung, als Folge allergischer Reaktionen kann es zur Blasenbildung kommen, ebenso zur Bildung von Abszessen. Es können sich dann Narben bilden, die eine operative Korrektur erforderlich machen. Extrem selten sind Blutdruckabfall, Schwindel, Engegefühl in der Brust, Atembeschwerden und/oder Atemnot. Diese bedürfen einer sofortigen ärztlichen Behandlung. Wie bei allen Injektionen kann es in Ausnahmefällen zu örtlichen Gewebsschäden (z. B. Unterhautblutung, Infektion, Spritzenabszeß, Nervenschädigung, Nekrose, Venenreizung) kommen. Nach einer (unbeabsichtigten) Einspritzung in ein Blutgefäß kann sich ein Bluterguß bilden. Sehr selten sind Verschorfungen an der Injektionsstelle. Früher aufgetretene Herpes simplex Bläschen (z. B. Lippenbläschen) können durch die Injektion eine erneute Bläschenbildung auslösen. Schwellungen, Verhärtungen, Knötchen, blaue Flecken oder Entfärbungen an der Injektionsstelle, die über Monate anhalten, sind sehr selten. Neben örtlichen (lokalen) Reaktionen können jedoch auch systemische Nebenwirkungen auftreten, u. a. grippeähnliche Beschwerden mit Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Nervenschmerzen, Unwohlsein, Übelkeit und Schwindel. Hautjucken, Exanthembildungen, vorübergehende Sehstörungen (z. B. verschwommen sehen), Prickeln und Taubheitsgefühl.

Faltentherapie mit Hyaluronsäure

Ein weiteres Bioimplantat ist die Hyluronsäure. Es handelt sich dabei um ein natürliches Polysaccharyl, das im Organismus u. a. in der Grundsubstanz des Bindegewebes und in der Haut vorkommt. Mit zunehmendem Alter nimmt der natürliche Hyaluronsäuregehalt der Haut ab. Feuchtigkeits- und Elastizitätsverlust können die Folge sein. Die Hyaluronsäure ist ein farbloses klares Gel, chemisch, physikalisch und biologisch ist menschliche und tierische Hyaluronsäure identisch. Aus diesem Grund ist eine allergische Reaktion nicht zu erwarten und somit eine Hauttestung vor der Behandlung nicht erforderlich. Durch die Injektion von Hyaluronsäure kann der Feuchtigkeitsmangel ausgeglichen und so das eingesunkene Hautgewebe (Falten, Narben) angehoben werden. Um das gewünschte Korrekturniveau zu erreichen, sind in der Regel jedoch zwei oder mehrere Injektionen in etwa einwöchigem Abstand erforderlich. Das Hyaluronsäurepräparat wird im Allgemeinen gut vertragen. Gelegentlich kommt es zu entzündlichen Hautrötungen (Erythemen), die in der Regel nach einiger Zeit abklingen. In Ausnahmefällen kann es nach der Injektion zu örtlichen Gewebeschäden (z. B. Unterhautblutung, Infektion, Spritzenabszeß, Nervenschädigung, Nekrose, Venenreizung) kommen. In Einzelfällen kann die Injektion mit einem vorübergehenden Schmerz und/oder einer Verfärbung der Injektionsstelle einhergehen. Örtliche Schwellungen und/oder Hautjucken treten bei weniger als 1 % der Patienten auf. Diese Symptome verschwinden meistens innerhalb eines Monats. Bei etwa 5 % der Patienten bildet sich innerhalb von zwei Monaten nach der Behandlung ein akneähnliche Hautveränderung, die sich jedoch nach Tagen bis Wochen von selbst zurückbildet. Bei den meisten Patienten können durch Injektion von Collagen oder Hyaluronsäure Falten oder Narben verringert werden. In einigen Fällen bleibt der Erfolg jedoch aus. Ausgeprägte mimische Falten (z. B. Stirnrunzeln) werden mit der Zeit wieder auftreten. Je nach behandelter Gesichtspartie hält die volle Wirkung bis zu einem Jahr an. Die Wirkungsdauer kann in einzelnen Fällen jedoch deutlich kürzer sein, da die eingebrachten Substanzen vom Körper unterschiedlich schnell abgebaut werden.

Faltentherapie mit Eigenfett

Stirnzornes- und Nasolabialfalten, Wangen- und Kinnauffüllungen, Lippenaugmentation (Lippenvergrößerung) und narbige Einziehungen und Weichteildefekte können auch mit Eigenfett behandelt werden. Hierbei wird nach Entnahme von eigenem Fett von geeigneter Stelle (z. B. Gesäßfalte, Knieinnenseite oder Nabelgegend) dieses nach entsprechender Vorbereitung zur Faltenauffüllung im Gesicht verwendet. Vorteile der Eigenfettbehandlung sind u.a. fehlende allergische Reaktionen, reizloser und schneller Einbau, gute Früh- und Spätergebnisse. Die Gewinnung und die Implantation ist einfach. Die Fettentnahme erfolgt in Lokalanästhesie. Nach Infiltration von ca. 50 ml Lokalanästhetikum wird das Fett mittels eines Absaugkanülsystems entnommen. Das so gewonnene Fett wird nach Wäsche und Reinigung mit einer Spritze in die zu behandelnde und zuvor sorgfältig eingezeichneten Region durch die Haut implantiert.

Faltentherapie mit Polymilchsäure

Bei SCULPTRATM handelt es sich um eine kristalline Poly-L-Milchsäure (P.L.A.) und welche als ein lyophilisiertes Implantat aus Polylactat-Mikrosphären, Mannitol und Carboxymethyl-Cellulose vorliegt. SCULPTRATM ist biokompatibel, biologisch abbaubar und immunologisch inaktiv. Die Polymilchsäure wird seit mehr als 20 Jahren in verschiedenen Bereichen der Medizin und Chirurgie angewendet und ist gut verträglich. Es wird einfach mit sterilem Wasser aufgelöst und dann unter Falten, Volumendefekte und Narben gespritzt. Durch das injizierte Volumen kommt es dann zu einer deutlichen Verminderung der Falten. Dieser Effekt kann dann als ein guter Hinweis genommen werden, wie das endgültige Ergebnis aussehen wird. Innerhalb der nächsten Tage nach der Injektion werden sich die Falten jedoch wieder vertiefen, bevor dann das allmählich einsetzende und endgültige Ergebnis allmählich sichtbar wird. Bedingt durch die Neubildung von Kollagenfasern kommt es zu einem natürlichen und weichen Aufbau des Bindegewebes und damit zu einem lang anhaltenden Volumeneffekt. Um letztendlich ein schönes Ergebnis zu erreichen, sind im Durchschnitt zwei Behandlungen notwendig, je nach dem wie tief die zu behandelnden Areale sind. Zwischen den Behandlungen sollte ein Abstand von vier bis sechs Wochen eingehalten werden.

Zum Schluss noch ein Hinweis

Eine Faltenkorrektur mit Füllstoff kann zwar Ihr Erscheinungsbild verändern und Ihr Selbstvertrauen erhöhen, aber sie wird kein perfektes Idealbild produzieren. Bevor Sie sich für die Faltenkorrektur mit Füllstoff entscheiden, sollten Sie sorgfältig Ihre Erwartungen überdenken und mit uns darüber sprechen.
Eine hundert prozentige Garantie auf ein bestimmtes Ergebnis gibt es nicht.

Wenn Sie eine Faltenkorrektur mit Füllstoff in Erwägung ziehen, wird Ihnen dieses Informationsblatt bereits Grundinformationen über die Behandlungsmethode geben.

Natürlich können und sollen diese Informationen kein fachärztliches Aufklärungsgespräch ersetzen. Bevor man sich zu einem operativen Eingriff entschließt, sollte immer ein individuelles, informatives und sachliches Gespräch mit dem jeweiligen Operateur erfolgen.