20.-22. Mai 2011
COSMEDICA Bochum
Flyer (PDF, 710 KB)



Rufen Sie uns an 0234 509 3460 oder faxen Sie uns 0234 509 3461
Allgemeines Infoblatt



Weitere Informationen zum Download auf unserer Formularseite









Kosmetik - Haartransplantation

Eine Haartransplantation ist eine Umverteilung autologer, behaarter Vollhaut in ein unbehaartes Empfängerareal. Den Haarzellen bleibt die Fähigkeit der Haarbildung auch nach der Transplantation erhalten, die verpflanzten Haare wachsen also lebenslang völlig normal weiter.

Da unsere Haare natürlicherweise in Gruppen von etwa 1-3 Haare wachsen, wird die entnommene Vollhaut in diese sog. follikulären Einheiten zerteilt, um ein naturgetreues Aussehen zu schaffen.

Ätiologie des Haarausfalls


Indikationen


Kontraindikation


Vorbereitung

Zunächst wird Ihr zukünftiger Haaransatz festgelegt und die entsprechende Stelle markiert. Damit ein natürliches Aussehen entsteht, wird dabei Ihre Gesichts- und Kopfform, sowie Ihre Haarbeschaffenheit berücksichtigt. Zu beachten ist aber immer, dass der Haaransatz nicht zu tief im Gesicht angesetzt wird. Der Abstand von der Nasenwurzel sollte in etwa 8-10 cm betragen. Auch die spätere Entnahmestelle muss bestimmt werden. Meist wird die Haarkranzregion ca. 5-6 cm oberhalb des Haaransatzes im Nacken gewählt. Die Entnahmestelle wird dann auf ca. 1-2 mm rasiert. Die Haare im Umkreis werden mit Pflasterstreifen fixiert, damit sie bei der Hautlappenentnahme nicht stören. Im Anschluss werden sowohl Spender- als auch Empfängerbereich massiv mit einem Tumeszenslokalanästhetikum infiltriert. Das erleichtert dem behandelnden Arzt sowohl die Ablösung der Haarwurzel, als auch die Einführung der Infiltrate.

Durchführung

Hautlappenentnahme

Aus der rasierten Stelle wird ein elliptisch geformter Hautlappen zwischen 5-20 cm Länge und 0,5-2 cm Breite (je nachdem wie groß das haarlose Areal ist) herausgetrennt. Die Inzision erfolgt entlang der Wachstumsrichtung der Haare, um die Haarwurzeln zu schonen. Ist der Lappen entfernt, werden eventuelle Blutungen gestillt und die Entnahmestelle wird unter möglichst geringer Spannung vernäht.

Präparation des Hautlappens

Die entnommenen Haare werden unter einem hochauflösenden Mikroskop in die zuvor erwähnten follikulären Einheiten von 1-3 Haaren pro Transplantat zerschnitten. Dabei bleiben die Haarwurzeln, die Hautanhangsgebilde, sowie eine schmale Schicht subkutanes Fettgewebe erhalten. Die präparierten Transplantate werden bis zur eigentlichen Transplantation in einer gekühlten Nährlösung aufbewahrt, da die gesamte Präparation bis zu einer Stunde dauern kann.

Inzisionen

Die Einpflanzkanäle können entweder mit einem Skalpell, einem motorgetriebenen Rundmesser oder einem Laser (z.B. CO2- oder Erbium-YAG-Laser) angelegt werden. Die Inzisionstiefe beträgt lediglich 3-4 mm.

Einsatz der Grafts

Die präparierten Transplantate werden, unter Berücksichtigung der zukünftigen Haarwuchsrichtung, mithilfe einer Mikropinzette in die Kanäle eingesetzt. Die kleineren Transplantate ( 3 Haare) werden im Bereich des Haaransatzes (und der hinteren Haargrenze), die etwas größeren im restlichen Bereich implantiert. Die implantierten Haare müssen nicht speziell fixiert werden, da sich nach etwa 20 Minuten körpereigenes Fibrinogen in Fibrin umgewandelt, welches das Transplantat in Position hält. Zuletzt wird das Behandlungsareal gesäubert und getrocknet.

nach der OP


Ergebnis

Natürlich ist das Ergebnis abhängig von Ihrer Ausgangssituation und Haarbeschaffenheit. Die Haardichte beträgt nach einmaliger Behandlung meist aber 40-80 % des Spendergebietes. Falls erwünscht kann nach ca. 3 Monaten (besser nach 6-12 Monaten) eine Verdichtungsbehandlung durchgeführt werden.

mögliche Nebenwirkungen/ Komplikationen



Zum Schluss noch ein Hinweis

Eine Haartransplantation kann zwar Ihr Erscheinungsbild verändern und Ihr Selbstvertrauen erhöhen, aber sie wird kein perfektes Idealbild produzieren. Bevor Sie sich für die Haartransplantation entscheiden, sollten Sie sorgfältig Ihre Erwartungen überdenken und mit uns darüber sprechen.
Eine hundert prozentige Garantie auf ein bestimmtes Ergebnis gibt es nicht.

Wenn Sie eine Haartransplantation in Erwägung ziehen, wird Ihnen dieses Informationsblatt bereits Grundinformationen über die Behandlungsmethode geben.

Natürlich können und sollen diese Informationen kein fachärztliches Aufklärungsgespräch ersetzen. Bevor man sich zu einem operativen Eingriff entschließt, sollte immer ein individuelles, informatives und sachliches Gespräch mit dem jeweiligen Operateur erfolgen.

zurück