Abteilung für aesthetisch-operative Medizin

RUB - Ruhr Universität Bochum
Informationen für Ärzte > Faltenbehandlung > Mehr Infos zur Faltenkorrektur mit Füllstoff

Mehr Infos zur Faltenkorrektur mit Füllstoff

Um das Auftreten von allergischen Reaktionen festzustellen, wird zunächst vor der Behandlung eine kleine Menge Collagen in die Unterarmhaut eingespritzt. Allergische Reaktionen machen sich durch zunehmende Rötung, Schwellung und Druckempfindlichkeit sowie anhaltenden Juckreiz, Hautausschlag, grippeähnliche Beschwerden oder Gelenkschwellungen und/oder Atemstörungen bemerkbar. Die Einspritzungsstelle sollte vier Wochen lang sorgfältig von Ihnen beobachtet werden. Kommt es zu einer oder mehrerer der o. g. Symptome, informieren Sie bitte umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Eine leichte örtliche Rötung oder Schwellung, die für einige Stunden nach der Einspritzung auftreten kann, ist dagegen eine normale Reaktion auf die Collagen-Einspritzung und braucht Sie nicht zu beunruhigen. Wenn keine der o. g. allergischen Reaktionen auftreten, kann die Collagen-Behandlung bei Ihnen durchgeführt werden. Das Collagen wird dann mit einer feinen Hohlnadel in die Hautbezirke eingespritzt, die korrigiert werden sollen. Die Einspritzung ist nahezu schmerzfrei. Unmittelbar nach der Collagen-Behandlung schwillt die Haut, wie bei dem Test, leicht an, sie ist etwas gerötet und druckempfindlich.

In aller Regel bilden sich die Schwellungen innerhalb von 24 Stunden zurück. Im Lippenbereich kann diese Schwellung jedoch etwas länger anhalten. Eine Collagen-Behandlung dauert ca. zehn bis zwanzig Minuten. Um jedoch ein vollständiges Korrekturergebnis zu erzielen, ist es meist notwendig, im Abstand von ein bis zwei Wochen noch eine, gelegentlich auch mehrere Auffüllbehandlungen durchzuführen. Mögliche Nebenwirkungen und Komplikationen Das Collagen wird im allgemeinen gut vertragen. Wenn nach der Testeinspritzung keine allergischen Reaktionen aufgetreten sind, ist die Wahrscheinlichkeit, daß es nach wiederholter Einspritzung zu solchen Reaktionen kommen könnte, äußerst gering. Sehr selten, gelegentlich erst Wochen bis Monate nach der Einspritzung, als Folge allergischer Reaktionen kann es zur Blasenbildung kommen, ebenso zur Bildung von Abszessen. Es können sich dann Narben bilden, die eine operative Korrektur erforderlich machen. Extrem selten sind Blutdruckabfall, Schwindel, Engegefühl in der Brust, Atembeschwerden und/oder Atemnot. Diese bedürfen einer sofortigen ärztlichen Behandlung. Wie bei allen Injektionen kann es in Ausnahmefällen zu örtlichen Gewebsschäden (z. B. Unterhautblutung, Infektion, Spritzenabszeß, Nervenschädigung, Nekrose, Venenreizung) kommen. Nach einer (unbeabsichtigten) Einspritzung in ein Blutgefäß kann sich ein Bluterguß bilden. Sehr selten sind Verschorfungen an der Injektionsstelle. Früher aufgetretene Herpes simplex Bläschen (z. B. Lippenbläschen) können durch die Injektion eine erneute Bläschenbildung auslösen. Schwellungen, Verhärtungen, Knötchen, blaue Flecken oder Entfärbungen an der Injektionsstelle, die über Monate anhalten, sind sehr selten. Neben örtlichen (lokalen) Reaktionen können jedoch auch systemische Nebenwirkungen auftreten, u. a. grippeähnliche Beschwerden mit Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Nervenschmerzen, Unwohlsein, Übelkeit und Schwindel. Hautjucken, Exanthembildungen, vorübergehende Sehstörungen (z. B. verschwommen sehen), Prickeln und Taubheitsgefühl. Einspritzung des Hyaluronsäurepräparates Hyaluronsäure ist ein natürliches Polysaccharyl, das im Organismus u. a. in der Grundsubstanz des Bindegewebes und in der Haut vorkommt.

Mit zunehmendem Alter nimmt der natürliche Hyaluronsäuregehalt der Haut ab. Feuchtigkeits- und Elastizitätsverlust können die Folge sein. Die Hyaluronsäure ist ein farbloses klares Gel, chemisch, physikalisch und biologisch ist menschliche und tierische Hyaluronsäure identisch. Aus diesem Grund ist eine allergische Reaktion nicht zu erwarten und somit eine Hauttestung vor der Behandlung nicht erforderlich.Durch die Injektion von Hyaluronsäure kann der Feuchtigkeitsmangel ausgeglichen und so das eingesunkene Hautgewebe (Falten, Narben) angehoben werden. Um das gewünschte Korrekturniveau zu erreichen, sind in der Regel jedoch zwei oder mehrere Injektionen in etwa einwöchigem Abstand erforderlich. Nähere Informationen zur Hylaronsäurebehandlung Mögliche Nebenwirkungen und Komplikationen Das Hyaluronsäurepräparat wird im allgemeinen gut vertragen. Gelegentlich kommt es zu entzündlichen Hautrötungen (Erythemen), die in der Regel nach einiger Zeit abklingen. In Ausnahmefällen kann es nach der Injektion zu örtlichen Gewebeschäden (z. B. Unterhautblutung, Infektion, Spritzenabszeß, Nervenschädigung, Nekrose, Venenreizung) kommen. In Einzelfällen kann die Injektion mit einem vorübergehenden Schmerz und/oder einer Verfärbung der Injektionsstelle einhergehen. Örtliche Schwellungen und/oder Hautjucken treten bei weniger als 1 % der Patienten auf. Diese Symptome verschwinden meistens innerhalb eines Monats. Bei etwa 5 % der Patienten bildet sich innerhalb von zwei Monaten nach der Behandlung ein akneähnliche Hautveränderung, die sich jedoch nach Tagen bis Wochen von selbst zurückbildet. Behandlungserfolg Bei den meisten Patienten können durch Injektion von Collagen oder Hyaluronsäure Falten oder Narben verringert werden. In einigen Fällen bleibt der Erfolg jedoch aus. ausgeprägte mimische Falten (z. B. Stirnrunzeln) werden mit der Zeit wieder auftreten. Je nach behandelter Gesichtspartie hält die volle Wirkung bis zu einem Jahr an. Die Wirkungsdauer kann in einzelnen Fällen jedoch deutlich kürzer sein, da die eingebrachten Substanzen vom Körper unterschiedlich schnell abgebaut werden. Eigenfettbehandlung Nach Entnahme von eigenem Fett von geeigneter Stelle (z. B. Gesäßfalte, Knieinnenseite oder Nabelgegend) wird dieses nach entsprechender Vorbereitung zur Faltenauffüllung im Gesicht verwendet. Vorteile der Eigenfettbehandlung sind u.a. fehlende allergische Reaktionen, reizloser und schneller Einbau, gute Früh- und Spätergebnisse.

Die Gewinnung und die Implantation ist einfach.Die Fettentnahme erfolgt in Lokalanästhesie. Nach Infiltration von ca. 50 ml Lokalanästhetikum wird das Fett mittels eines Absaugkanülsystems entnommen. Das so gewonnene Fett wird nach Wäsche und Reinigung mit einer Spritze in die zu behandelnde und zuvor sorgfältig eingezeichneten Region durch die Haut implantiert. Anwendungsgebiete zur Eigenfettbehandlung sind Stirnzornes- und Nasolabialfalten Wangen- und Kinnauffüllungen Lippenaugmentation (Lippenvergrößerung) narbige Einziehungen und Weichteildefekte.

Softform Facial Implantation Konturenkorrektur durch chirurgisches Einbringen eines weichen, schlauchförmigen Materials zur Behandlung von Falten oder zum Aufbau von Lippenkonturen. Die Implantate werden ambulant unter der Haut des Gesichtes also subdermal eingebracht. Das implantierte Softform wird vom Körper stabilisiert in dem Bindegewebe in den Hohlraum des Schlauches einwächst. Das Implantat ist nach der Operation tastbar. Mit der Zeit fühlt es sich weich und natürlich an. Anwendungsgebiete zur Softform- Implantation sind tiefe Nasolabialfalten orale Kommissuren (Lippenfältchen) deutliche Glabellafalten (Stirnfalten) Aufbau und Betonung der Lippenkonturen.

Wie wird operiert? Ein kurzer S-förmiger Hautschnitt beginnt im behaarten Schläfenbereich und endet ca.1 cm hinter dem Ohrläppchen. Die Hautablösung ist minimal und erlaubt so den Zugang zu oberflächlicher Muskulatur zwecks Raffung. Diese Raffung erfolgt nach oben und nicht wie bei der klassischen Methode nach hinten. Durch die nach oben gerichtete Raffung erreicht man eine natürliche Straffung des Halses und des Gesichtes, eine Verzerrung der Mundwinkel bleibt aus. Die überschüssige Haut wird entfernt und die Wundränder mit feinen Hautnähten verschlossen.

Wo sind die Vorteile der Operation? Die Vorteile dieser Operation begründen sich durch eine minimale Hautablösung. Die Verbindung zwischen Haut und Muskulatur bleibt erhalten. Daduch erreicht man eine zusätzliche Übertragung der Zugwirkung auf die Muskulatur. Bei anderen Methoden wird die Haut besonders weit und tief abgelöst, so daß die Zugwirkung alleinig auf der Haut liegt, ohne die Rotation und Zugübertragung der Muskulatur. Es besteht desweiteren eine größere Gefahr der Nerven- und Gefäßverletzungen mit Schwellungen, Mißempfindungen und Hämatomen (Blutergüssen). Aufgrund des S-förmigen Hautschnittes können in verschiedenen Bereichen des Gesichtes unterschiedliche Zugrichtungen gewählt werden, wobei die Raffung nach oben im unteren Gesichts- und Halsbereich für das natürliche Aussehen entscheidend ist.Aufgrund der Kürze des Eingriffs besteht die Möglichkeit die Operation in örtlicher Betäubung und ambulant durchzuführen. Das Ausmaß der Schwellungen und Hämatome ist so gering, daß die meisten Patienten sich bereits nach 3 Tagen in der Öffentlichkeit sehen lassen können.kurze Operationszeit (ca.1Stunde) Möglichkeit der örtlichen Betäubungsehr kurze ErholungszeitVermeidung von Gesichts-und Nervenverletzungnatürliches Aussehen ohne maskenhaften Ausdruckbei jüngeren und älteren Patienten gleich gut anwendbar Gibt es Risiken bei der Operation? Es gibt keine Operationen ohne Risiken, man kann sich nur bemühen diese gering zu halten. Wie bei jedem operativen Eingriff besteht die Gefahr der Hämatombildung, der Gefäß- und Nervenverletzung mit anschließendem Taubheits- und Kribbelgefühl, Wundinfektion, Wundheilungsstörungen und überschießender Narbenbildung. Aufgrund des minimalen Eingriffs sind die meisten der genannten Risiken jedoch als gering anzusehen.